Die Buch-App  zum  ersten  Weltkriegsjahr

Edition 21

Der Verlag für neue Erzählformen

 

 

Produktinformationen

 

Titel: In Mohnblumen – Briefe 1914

Autor: Christoph R. Schelhammer

Erzählform: Fiktionaler Briefwechsel, verknüpft mit Themenartikeln zu einem erzählenden Sachbuch

Preise:

iPad: 4 Franken

 

iPhone: 2 Franken

Presse

»Christoph Schelhammer
hat eine überwältigend grosse Thematik in eine handliche,
gut lesbare, unterhaltsame
und lehrreiche Form gegossen.«

Gregor Szyndler

In Mohnblumen – Briefe 1914

Erinnerungen an das erste Kriegsjahr

Das Leben in Berlin im Sommer 1914 ist an-genehm. Sophie und Bastian haben vor kurzem geheiratet und genießen fortan ihr gemeinsames Leben, das nicht hätte enden brauchen, doch jener Sonntag vom 28. Juni, als im fernen Sarajevo der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin erschossen wer-den, verändert alles. Dunkle Wolken ziehen über Europa auf. Bastian wird eingezogen, Sophie bleibt mit Tante Elsa und deren kriegsbegeisterten Sohn Georg in der Hauptstadt zurück.

 

Während die junge Sozialistin dem bevor-stehenden Krieg nichts abgewinnen und die Begeisterung für diesen in den Straßen der Hauptstadt nur missbilligen kann, ist Bastian getreu seiner Vaterlandspflicht bereit, für Kaiser und Reich sein Opfer als Frontsoldat im Westen zu bringen. Er ist Waffenbauer in der Gewehr-schmiede Spandau, Abteilung MG 08. Mit einem Peloton testet er an den Kriegsschauplätzen Frankreichs und Belgiens einen  MG-Prototyp und erkennt allmählich, in welches Menschen-schlachthaus die Heeresleitung ihn und all die jungen Soldaten geschickt hat.

Im Glauben, bald die Schrecken des Kriegs hinter sich lassen und nach Hause zurückkehren zu können, ignoriert Bastian zunächst die Leiden auf den Schlachtfeldern, denen er tagtäglich ausge-setzt ist. In den Ardennen, an der Marne oder auch in Flandern.

 

Doch alles ist eine Illusion. Bald schon erstarrt der Bewegungskrieg im Stellungskrieg, der zu einem blutigen Grabenkrieg wird. Vier ganze Jahre lang. In den Stahlgewittern der Schlachten, die eine bislang ungekannte Dimension des Massentötens hervorbringt, erlebt Bastian die Unausweich-lichkeit des Sterbens. Das Grauen des totalen Kriegs lässt ihn nicht mehr los. In bewegenden Bildern aus den Schützengräben der Westfront skizziert er in Feldpostbriefen an seine geliebte Sophie, die mit großer Sorge, aber auch ebenso großer Umsicht an der Heimatfront ihr Leben zu meistern versucht, wie seine Seele im Strudel aus Stahl und Blut langsam verbleicht.